Mercedes-Benz: nutzungsbasierte Kfz-Versicherung

August 9, 2011 by  
Filed under KFZ, Versicherung

Die Prämie für die Kfz-Versicherung orientiert sich in der Regel fast ausschließlich an den Daten, die der Kunde im Antrag hinterlegt hat – angefangen bei der Zahl der Kilometer, die pro Jahr zurückgelegt werden, bis hin zum nächtlichen Abstellort des Fahrzeugs. Bei der Mercedes-Benz Bank geht man jetzt einen neuen Weg und führt die nutzungsabhängige Autoversicherung für Lkw ein. Angeboten wird das neue Modell für den Actros. Der Versicherungsbeitrag richtet sich unter anderem danach, wie schwer die zu transportierende Last ist, welche Strecke und ob vorausschauend gefahren wird.

In einer Pressemitteilung informiert die Mercedes-Benz Bank darüber, welche Vorteile die etwas anders geartete Berechnung der Prämie für die Besitzer der Fahrzeuge hat: „Transportiert ein neuer Actros beispielsweise eher leichte Lasten im Flachland und wird vorausschauend gesteuert, kann die Versicherungsprämie um über 60 Prozent niedriger liegen als bei Schwertransporten auf bergigen Strecken.“ Die Daten, die nötig sind, um die Fahrweise und die Nutzlast auszuwerten, liefert das Telematiksystem FleetBoard. Diese Technik ist standardmäßig in den neuen Lkw-Modellen verbaut und Voraussetzung für die Mercedes-Benz FleetBoard Lkw-Versicherung. Sie bietet den Kunden neben dem Haftpflicht- auch einen Vollkaskoschutz und ist für alle Lkw in einer Kundenflotte verfügbar.

Anthony Bandmann, Vorstand Privat- und Firmenkunden, ist vom neuen System überzeugt. Er spricht von einer Innovation. „Transportunternehmen können damit die Versicherungskosten ihres Fuhrparks optimieren“, erklärt er. Wird der Lkw über Mercedes-Benz geleast oder finanziert und entscheiden sich die Käufer zusätzlich für das Safety Pack Top oder das Safety Pack Classic, sparen sie zehn Prozent des Versicherungsbeitrages. Angeboten wird darüber hinaus ein Rundum-Sorglos-Paket Safety Service-Leasing, in dem von der Kfz-Versicherung bis hin zur Sicherheitsausstattung alles enthalten ist. Der Paketpreis liegt dabei deutlich unter den Einzelpreisen.

Derlei Tarifmodelle, die auf dem Fahrverhalten und der tatsächlichen Nutzung basieren, wurden schon öfter diskutiert. Sie sind relativ fair, keine Frage. Kritiker befürchten allerdings, dass die Nutzer zu gläsernen Kunden werden. Schließlich weiß die Kfz-Versicherung ganz genau, wann, wo und wie schnell der Kunde unterwegs war. Ob sich ein solcher Tarif auch für Privatkunden durchsetzen kann, muss sich daher erst noch zeigen.

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