Achtung bei Kindersitzen für das Auto

Seit diesem Monat läuft es anders mit den Kindersitzen für Autos. So müssen Kindersitze, welche den Prüfnormen ECE 44/03 oder 44/04 nicht entsprechen, ausgetauscht werden. Werden diese nicht fristgerecht aus den Fahrzeugen genommen, wird es unangenehm. Zwar kostet das Bußgeld selbst „nur“ 30 Euro, wohl aber entsprechen die Kindersitze selbst nicht mehr den Sicherheitsstandards der heutigen Zeit. Die alten Prüfnormen, 44/01 und 44/02, inzwischen über zehn Jahre alt, wurden weiterentwickelt und deutlich verbessert. Damals wurden noch Kindersitze als sicher angesehen, die keine Stütze für den Rücken hatten. Außerdem wurden Sitzplatzerhöhungen erlaubt und Sitzkissen, die ja im eigentlichen Sinne gar keine Kindersitze für das Auto sind. Auch erlaubt und als sicher galten Babyschalen.

Das Prüfzeichen, das für den Kindersitz gilt, ist auf einem Etikett aufgebracht, das entweder weiß oder orangefarben ist. Steht dort ein E mit einer 03 oder 04, dann darf der Sitz ohne Bedenken weiter verwendet werden, da er den aktuell geltenden Sicherheitsstandards für Kindersitze entspricht. Bei Sitzkissen ist der Druck meist nicht mehr zu finden, falls der Bezug ausgetauscht wurde. Hier ist die Prüfnummer dann auf dem Sitzkissen direkt zu finden und nicht auf einem Etikett.

Der ADAC gibt zu dem Thema Kindersitze, Norm hin oder her, die Empfehlung, diese nach einer Zeit gegen einen neuen auszutauschen. Das Material kann nach einer gewissen Zeit „ermüden“ und die Sicherheit des Kindes kann nicht mehr 100 % durch den Sitz gewährleistet werden. Zwar werden die Kindersitze von den Herstellern auf Belastungen geprüft, aber ein täglicher Gebrauch über einen längeren Zeitraum ist immer irgendwie etwas anderes als der Belastungstest im Werk. Dies sieht man ja auch gut bei vielen anderen Produkten, die mit der Zeit einfach aufgrund regelmäßiger Nutzung abbauen.

Wichtig ist, jedes Kind, das unter 12 Jahre alt ist und die Körpergröße von 1,50 m noch nicht erreicht hat, darf nur entsprechend gesichert im Fahrzeug mitgenommen werden. Dabei ist zu beachten, dass die Auswahl so riesig ist, dass man als Einzelner recht schnell den Überblick verlieren kann. Hier Testergebnisse zu lesen, kann von großem Vorteil sein. Wichtig ist, dass das Kind bei einem Frontalaufprall geschützt ist, und auch bei einem Seitenaufprall. Deshalb raten Fachleute dringend von der „billigeren Variante“ Sitzkissen ab. Auch sollte das Anbringen des Kindersitzes einfach sein und das Ein- wie das Aussteigen problemlos von statten gehen können. Und die Bezüge sollten leicht zu reinigen sein, wobei dieses keinen Aspekt der Sicherheit darstellt, wohl aber den Aspekt der Sauberkeit und Hygiene. Abwaschbare Bezüge sind am besten, wobei darauf geachtet werden muss, dass es kein rutschiger Stoff ist, auf dem das Kind keinen richtigen Halt beim Sitzen findet.

Bei Kindersitzen gibt es auch unterschiedliche Gruppen, welche für die verschiedenen Gewichtsklassen der Kinder geeignet sind.

Gruppe Gewichtsklasse
0 Bis 10 kg
0+ Bis 13 kg
1 9 bis 18 kg
2 15 bis 25 kg
3 22 bis 36 kg

Daneben gibt es auch die so genannten „variablen“ Modelle, die mit dem Kind mitwachsen und sich deshalb auch für verschieden große Kinder eignen.

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